Pausenhalle Theatereroberung am Mi, 15.7., 19:30 h

Tanztheater aus Barcelona am Mi, 15.07.15 um 19.30 Uhr

The Homeliness Project, ein Theaterkollektiv aus Barcelona, in Zusammenarbeit mit Vanessa Hafenbrädl, Maribel Dente und Hanna Pulkkinnen, freut sich, Euch alle am Mittwoch, den 15. Juli um 19h30 für einen Theaterabend in die Pausenhalle der alten Grundschule Moorburg im elbdeich e.V. einzuladen.

Es werden zwei Projekte zu sehen sein, die beide auch für ein junges Publikum geeignet sind, wenn auch für ein solches nicht gedacht.

Wir würden uns sehr freuen, nach den Vorstellungen bei Bar und Musik über das Gesehene zu reden!

Weiter unten könnt ihr eine Beschreibung der Projekte finden.

Wir freuen uns auf Euch!

Schal at Home“ (40min) ist ein Tanztheater Stück, entwickelt in Barcelona von „The Homeliness Project“ (Chema Egea, Emilie Girardin, Robert Torche).

Schal at Home, Wortspiel zwischen « xalat » auf Katalanisch, dass « verrückt » bedeutet, und den Namen der Figur, Schal -, ist ein Versuch das Innenleben eines einsamen Menschen darzustellen. Es ist eine körperliche und abstrakte Reise durch verchiedene Zustände dieser Einsamkeit : die Sinnlosigkeit des eigenen Tuns, das Verlieren der Fähigkeit, Gefühle auszudrücken, die Mechanisierung des Alltags, die Abwesenheit des eigenen Körpers.
Dabei wollen wir eine Form anbieten, die sinnlich und emotional zu spüren ist, nicht rational und analytisch. Wir wünschen uns, dass das Publikum mit diesem Körper auf der Bühne reist und dadurch neues über sich selbst und über seine Wahrnehmung der Welt erfährt. Wir versuchen frei Räume zwischen den verschiedenen szenischen Sprachen zu schaffen, so dass die Zuschauerinnen ihre eigenen Lektüre des szenischen Vorgangs machen können.

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«medeaFEMMEmaterial» (10min) ist ein Videotanz Projekt, entwickelt bei Vanessa Hafenbrädl und Emilie Girardin mit Maribel Dente und Hanna Pulkkinnen.

medeaFEMMEmaterial ist ein Versuch, das ideal Bild der Frau zu dekonstruieren. Medea steht als Symbol einer unmenschlichen Frau, fähig, ihre eigene Kinder zu ermordern; eine Hexe ohne Herz, mit gefährlicher Schönheit. Sie erscheint also als negative männliche Phantasie, wenn auch sie eine Frau ist, die  zu handeln versucht in einer Welt wo Frauen als Objekt männlicher Begehren betrachtet sind. Was steckt hinter Medeas schönen Augen? Wenn sie kein Schönheitsobjekt ist, aber auch kein verstörendes Bild der Unmenschlichkeit, wer ist sie? Wo fängt sie an, sie selber zu sein, und nicht eine Projektionsfläche männlicher Lust und Ängste? Wie kann sie sich die ihr zueignete Symbole eigen machen? Durch Bilder, die durch Tanz und Lichtkunst erzeugt sind, versuchen wir hinter Medeas Augen reinzuschauen.

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